Einige autistische Menschen schreiben gern Texte, Aufsätze, journalistische Artikel oder Romane. Neben der reinen Freude daran, kann das auch Struktur und Sicherheit geben.
Schreiben kann für Ordnung im Kopf sorgen, da Gefühle und Erkenntnisse im eigenen Tempo reflektiert werden können. Gerade bei Romanen kann eine konstruktive Auseinandersetzung mit schwer überschaubaren Lebensbereichen wie sozialer Interaktion stattfinden.
Aspekte, die dabei relevant sein können:
- Dialoge skripten für das Gefühl, in Konversationen sicherer zu sein
- Welten erschaffen, in denen man sich auskennt
- (kreativ) über Grenzen und Konventionen der Normgesellschaft hinausgehen
- eigene Themen strukturiert verarbeiten
- Safespace für die eigenen Gefühle und Gedanken schaffen
- Hyperfokus für Zufriedenheit, Erholung und mehr Energie erreichen
- aus dem stressigen Alltag ausklinken
- Buchstaben sind „reizarm“ (Hauptprozess findet im Kopf statt)
- Schreiben geht je nach persönlichen Möglichkeiten fast überall
- Mitteilung von Gefühlen und Erkenntnissen an andere ohne Druck einer 1:1 Konfrontation, Text ist ein „Sicherheitsabstand“
- autismusfreundliche Joboption