Was ist Neurodiversität?

Ende der 1990er Jahre hat die australische Soziologin Judy Singer den Begriff der Neurodiversität etabliert. Er besagt, dass es eine größere Gesellschaftsgruppe gibt, die eine bestimmt neurologische Verarbeitungsweise teilt. Diese Gruppe nennt sie „neurotypisch“.

Ihr steh eine kleinere Minderheit gegenüber, deren neurologische Verarbeitung davon abweicht. Diese Gruppe nennt sie „neurodivergent“. Die Gesellschaft, in der beide Gruppen gemeinsam leben ist „neurodivers“.

Neurodiversität besagt, dass unsere Gesellschaft neurologisch vielfältig ist. Das Neurodiversitätsparadigma soll dem defizitär und pathologisch orientierten Störungsbegriff der Medizin neutral gegenüberstehen.

Im Sinne eines Empowerments in der autistischen (u.a auch ADHS u.a. Konditionen) Community ist Neurodiversität also ein selbstbewählter Begriff der Selbstidentifikation abseits eines von außen bezeichneten Makels.

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